Die Balling-Methode verstanden – so funktioniert die wichtige Kalkversorgung im Riffaquarium

Was ist die Balling-Methode?

Bei der Ballingmethode handelt es sich um eine Methode Calcium-, Hydrogencarbonat- und Magnesiumionen dem Meerwasser zuzusetzen. Diese 3 Mengenelemente werden insbesondere in Steinkorallenaquarien (SPS>LPS) zum Skelettwachstum der Korallen benötigt und daher in großer Menge verbraucht. Die Haltung anspruchsvollen SPS Korallen wurde im Zuge der Beschreibung der Balling-Methode durch Hans-Werner-Balling sowie die Erfindung von Kalkreaktoren als alternativer Methode in den frühen 90er Jahren überhaupt erst möglich. Generell muss man wissen, dass aus der „klassischen“ Balling-Methode über die Jahre mehrere Spielarten erwachsen sind, deren wichtigste Vertreter hier kurz als „verbrauchsorientierte Ballingmethode“, „Balling Light“ und „Balling Plus“ mit ihren Vor- und Nachteilen erklärt werden sollen. Zudem soll dieser Blog ganz konkret das Vorgehen der Riffversorgung im Rahmen der Ballingmethode beschreiben und Vor- und Nachteile ggü. anderen Methoden der Kalksubstitution erläutern. Die chemischen Zusammenhänge werden so einfach wie möglich erklärt, aber auch so, dass sie jeder zu Hause selber nachrechnen und nachvollziehen kann.

Was brauche ich für die Balling-Methode und wie ist das Grundprinzip?

Die klassische Balling-Methode besteht grundsätzlich aus 3 chemischen Stammlösungen, welche dem Meerwasser täglich zugesetzt werden:

  • Teil A: Calciumchlorid-2-hydrat
  • Teil B: Natriumhydrogencarbonat
  • Teil C: Natriumchloridfreies Meersalz

Die Grundlage der Ballingmethode ist folgende Reaktionsgleichung:

CaCl + 2 NaHCO3 -> CaHCO3 + 2 NaCl + H2O + CO2

Es entsteht also aus Calciumchlorid und Natriumhydrogencarbonat Calciumcarbonat (Kalk), Kochsalz, Wasser und Kohlendioxid. Alle chemischen Stoffe sind im Meerwasser natürlich gelöst, also in Ionenform vorliegend. CO2 wird von den Korallen und Algen zur Photosynthese verwendet. Das entstehende Wasser (H2O) schadet in einem Aquarium ebenfalls nicht. Das eigentlich Geniale an den verwendeten Ausgangssalzen ist aber, dass als weiteres Nebenprodukt Kochsalz entsteht, welches sowieso den wesentlichen Massenanteil am Meersalz ausmacht. Insgesamt führt insbesondere das entstehende NaCl (zu 70%) aber zu einem leichten, langsamen Dichteanstieg im Meerwasser. Das CaHCO3 wird insgesamt nur in dem Maße zugeführt, wie die Korallen es in ihr Steinskelett einbauen.

Das NaCl-freie Meersalz dient zum Ausgleich der Ionenbalance. Es enthält kein NaCl und wird in dem Maße dosiert, dass eine Ionenbalance aus anderen Ionen (z.B. Magnesium, Kalium, Fluorid, Bromid, Iodid, etc) und NaCl hergestellt wird, wie sie in natürlichem Meersalz vorkommt. Würde man nur CaCl und NaHCO3 dosieren, würde langsam aber sicher der Anteil an NaCl im Becken ggü. sämtlichen anderen im Meerwasser vorkommenden Ionen zunehmen. Das NaCl-freie Meersalz trägt zu 30% des Dichtenanstiegs durch die Ballingmethode bei.

Im Falle von „verbrauchsorientierter Ballingmethode“ und „Balling Light“ wird das NaCl-freie Meersalz, dessen wichtigste Aufgabe die Supplementation des Beckens mit Magnesiumionen ist, durch Magnesiumchlorid oder -sulfat ersetzt. Die Ergänzung des Beckens mit Spurenelementen (die eben auch im NaCl-freien Meersalz vorkommen), muss man dann aber zusätzlich durchführen oder darauf verzichten. Insgesamt sind solche Methoden dann auch mehr von Wasserwechseln abhängig, um die Ionenbalance im Meerwasser aufrecht zu erhalten. Bei Durchführung von regelmäßigen Wasserwechseln (ca 5-10% pro Woche), bei denen der Dichteanstieg berücksichtigt wird, muss man sich um die Ionenbalance aber bei egal welcher Ballingmethode keine Gedanken machen.

Was sind die Vor- und Nachteile der Balling-Methode?

Gegenüber den früher weiter verbreiteten Kalkreaktoren und organischen Calciumlösungen (z.B. Tropic Marin Carbocalcium) als Alternativmethoden zur Kalksubsitution von Riffaquarien bieten die Balling-Methode folgende Vorteile:

  • keine technische Ausstattung benötigt
  • keine Ionenverschiebung/chemische Missverhältnisse bei korrekter Anwendung
  • gleichzeitige individuelle Dosierung von Spurenelementen in den Lösungen möglich („Balling Plus“)
  • individuelle Einstellung von Calciumkonzentration, KH und Magnesiumkonzentration möglich („verbrauchsorientierte Ballingmethode“)
  • günstig

Folgende Nachteile hat die Balling-Methode

  • für sehr große Becken (>2000 Liter) werden sehr große Mengen an Stammlösungen benötigt, da die Löslichkeit der Ballingsalze nur gewisse Höchstkonzentrationen in Osmosewasser zulässt
  • langsamer Dichteanstieg durch die zusätzlich zugeführten Ionen – dieser muss beim regelmäßigen Wasserwechsel mit berücksichtigt werden
  • ganz ohne Wasserwechsel kommt die Methode daher meist nicht aus (ausser wenn in kleineren Becken der Salzaustrag durch Abschäumung und andere Verluste gleich dem Dichteanstieg durch die Ballingmethode ist)
  • Die Zugabe von CaCl- und NaHCO3-Lösung muss im Abstand von ca. 1-5 Minuten erfolgen, um Ausfällungen zu vermeiden
  • zur Konstanthaltung der Ca,- KH-, und Magnesiumkonzentrationen ist eine mind. tägliche Zugabe der Ballinglösungen notwendig, diese wird durch eine Dosieranlage erleichtert (ist aber kein Muss)

Ingesamt liest sich die Liste der Nachteile zwar lang, dies sind aber nur Kleinigkeiten ggü. den großen Vorteilen der Ballingmethode (günstig, einfach, individualisierbar), zumindest in kleinen und mittelgroßen Becken.

Klassische Ballingmethode vs. „verbrauchsorientiert“, „Light“, „Plus“ & Co

Klassische Ballingmethode:

Alle 3 Teile werden zu gleichen Mengen dosiert, nachdem die idealen Konzentrationen von Ca, NaHCO3 und Mg im Meerwasser eingestellt wurden. Wenn das für die Wasserwechsel verwendete Meersalz diese Konzentrationen auch besitzt, sind keine Veränderungen der Konzentrationen der Ballingsalze zu erwarten, da Korallen diese stöchiometrisch nach der Reaktionsgleichung verbrauchen.

Balling verbrauchsorientiert:

Individuelle Mengendosierung von Teil A, B und C. Notwendig bei nicht idealen Meersalzmischungen.

Balling Light:

Methode von Fauna Marin mit speziellen Salzmischungen. Keine Verwendung von NaCl-freiem Salz, regelmäßige Wasserwechsel notwendig.

Balling Plus:

Balling klassik + Zugabe von Spurenelementen über die Ballinglösungen. Somit vollständige Supplementationsmethode zur vollwertigen Elementdosierung von Riffaquarien. Die Zugabe der Spuris erfolgt in Teil A und/oder B je nach Angabe des Herstellers (z.B. A- und K+ Elements von Tropic Marin) und gewünschter Konzentration. Vorteil: kontinuierlicher Spuriersatz, der verbrauchsorientiert an die Massenelemente Ca und NaHCO3 gekoppelt ist.

Wie dosiere ich die Balling-Salze in der klassischen Ballingmethode?

Die klassische Ballingmethode ist m.E. die Methode der Wahl, kann individualisiert werden durch Zugabe von Spuris („Balling plus“) und führt bei korrekter Anwendung und Verwendung von gutem, möglichst natürlichem Meersalz nicht zu einer Verschiebung der Konzentrationen von Ca und KH. Die „verbrachsorientierte Ballingmethode“ ist dann nicht notwendig. Man benötigt keinen Online-Rechner, Aqua Calculator oder andere Tools sondern geht einfach vor wie weiter unten erläutert. Um den Rahmen hier nicht zu sprengen, werden daher nur „Balling klassik“ und „Balling plus“ im Detail erläutert. Guides für „Balling Light“ gibt es auf der Fauna Marin Website.

Klassische Balling-Dosierung – Menge pro 1 l Umkehrosmose-Wasser:

  • Calciumchlorid-2-hydrat (Teil A): 73,5 g
  • Natriumhydrogencarbonat (Teil B): 84 g
  • Natriumchloridfreies Meersalz (Teil C): 25 g

Daraus ergeben sich folgende Konzentrationen der Stammlösungen:

  • Calciumchlorid-2-hydrat (Teil A): 20.000 mg/l  (ppm) Ca
  • Natriumhydrogencarbonat (Teil B): 2800° dKH/l
  • Natriumchloridfreies Meersalz (Teil C): 3350 mg/l Mg; 980 mg/l  K

Diese Mengen ergeben sich aus dem stöchiometrischen Verbrauch der Elemente nach der obigen Reaktionsgleichung und der maximalen Löslichkeiten von NaHCO3 und NaCl-freiem Meersalz, welche bei 90g/l bzw. 25 g/l liegen.

Max. Löslichkeiten:

  • CaCl*2H2O: 800 g/l
  • NaHCO3: 90 g/l
  • NaCl freies Salz: 25 g/l

Wie kommt HWB auf 25g NaCl-freies Meersalz?

  • in der Reaktion entstehen pro 1/2 mol CaCl (=73,5g) 1 Mol NaCl (=58,4 g/mol)
  • 70% des Dichteanstiegs macht dieses NaCl aus, etwa 30% entfallen auf das NaCl-freie Meersalz: 58,4/70*30 = 25 g

Welche Konzentrationen sind in einem Steinkorallen-Aquarium empfohlen?

  • Calciumchlorid-2-hydrat (Teil A) erhöht Calcium: 400 – 450 mg/l (ppm) Ca (z.B. 420 mg/l)
  • Natriumhydrogencarbonat (Teil B) erhöht KH: 6 – 9° dKH (z.B. 7 °dH)
  • Natriumchloridfreies Meersalz (Teil C) erhöht Magnesium und Kalium: 1250-1350 mg/l Mg; ~400 mg/l K+

Da immer nach der obigen Reaktionsgleichung stöchiometrisch verbraucht wird, die NaHCO3- und NaCl-freie-Meersalzlösungen aber schon an der Sättigungsgrenze sind, kann man zu Reduktion der Ansetzhäufigkeit die CaCl-Lösung auch doppelt oder 4-fach konzentriert ansetzen und entsprechend nur die Hälfte oder 1/4 des Volumens der NaHCO3- bzw. der NaCl-freien-Meersalzlösung dosieren zu lassen. Viel gewinnt man aber nicht, da man sowieso NaHCO3- und Meersalz-Lösung ansetzen muss. Somit machen auch verbrauchsorientierte Ballingdosierungen (z.B. mehr Teil A als Teil B) wenig Sinn, sie führen nur leichter zu einer Ionenverschiebung, da man nicht immer nach der Balling-Gleichung stöchiometrisch zudosiert. CAVE: Sie werden notwendig, wenn man ein Meersalz zum Wasserwechsel verwendet, dass nicht die gewünschten Zielkonzentrationen der Elemente hat. Dann bringt man mit jedem Wasserwechsel die eigentlich gewünschten Konzentrationen aus dem Gleichgewicht.

Dosierung

Vorgehen beim Start:

Einstellen der idealen Werte (höhere Werte abfallen lassen, niedrigere durch entsprechende Zugabe von Salzen erhöhen):

  • Dichte 1,0233 oder 34,8 Promille
  • Ca 420 mg/l
  • KH 7° dH
  • Mg 1325 mg/dl

(das verwendete Meersalz für die Wasserwechsel sollte bei der entsprechenden Dichte möglichst genau diese gewünschten Werte ergeben, da sonst die Balling-Methode gestört wird! Ideales Meersalz hierzu ist Tropic Marin Pro Reef, es enthält zudem Spuris in optimalen Dosierungen und keine Verunreingungen mit Schwermetallen o.ä. Dies wurde von mir via ICP-OES Analyse überprüft.)

Dann Start der Stammlösungen, z.B. nach meiner Empfehlung:

  • 20 ml / 100 l Aquarienvolumen (oder Berechnung der notwendigen Ca-Menge (s.u.) mittels Calcium-Bestimmung nach 3-5 Tagen)
  • Nachmessen der KH am Folgetag und nachjustieren
  • Nachmessen von KH/Ca/Mg nach 3 Tagen, wenn KH konstant
  • so wird die Dosierung für ein konstantes Äquilibrium ermittelt, stets auch nachkontrollieren bei Besatzänderungen sowie regelmäßig z.B. jeden Monat Messung von Ca/Mg (grundsätzlich reichen regelmäßige KH-Kontrollen).

Ein bisschen Chemie & Mathe – Balling verstehen…

Um ohne Ballingrechner klarzukommen, kann man bei regelmäßigen Messungen von Ca, Mg und KH einfach nach Gefühl die Dosierung der Stammlösungen um einige ml verändern und einen Tag später nachmessen, ob man sich in die richtige Richtung bewegt. Einfacher wird es aber mit etwas chemischem Verständnis. Dann ersetzt man ad hoc einfach die Fehlende Menge des Elements bei bestehenden Defiziten und stellt die dauerhafte Dosierung nur etwas nach oben. Max. sollte man Ca um ca 20 mg/l, Magnesium um 100 mg/l und KH um 2° dH pro Tag anheben. Bei zu hohen Konzentrationen einfach Dosierung pausieren und den Wert abfallen lassen. Um etwas Balling rechnen zu können, muss man nur folgende Formeln parat haben:

Gleichung 1:

  • M (Molmasse) = m (Masse) / n (Mole)

Gleichung 2 – Dreisatz:

  • 56 g = 100%
  • x g = 30 %
  • -> x = 30 x 56 g / 100 = 16,8 g

Gleichung 3 – Balling-Reaktionsgleichung:

  • CaCl + 2 NaHCO3 -> CaHCO3 + 2 NaCl + H2O + CO2

Molmassen der Ballinglösungen:

  • Teil A: CaCl*2H2O: 147 g/mol
  • Teil B: NaHCO3: 84 g/mol

Molmassen der Zielsubstanzen:

  • Ca: 40,1 g/mol
  • CaCl: 111 g/mol
  • NaHCO3: 84 g/mol
  • NaCl: 58,4 g/mol

Ausgleich von Defiziten

z.B. in einem 165 l Becken nach den Gleichungen 1 und 2:

Anheben von Ca um 10 mg/l in 165l: 1,65 g Ca benötigt -> 1,65/40,1*147,0 = 6,05 g CaCl*2H2O -> 6,05*1000/73,5 = 82 ml von Lösung A

Anheben von KH um 1 ° dH in 165l: (Angabe von TM, s.o.) 2800 °dH/l / 165l = 17 ° dH -> 1000/17 = 59 ml von Lösung B

Der Verbrauch ist also in ml relativ hoch. Da Ionenlösungen ewig haltbar sind, macht es, wenn im Unterschrank wenig Platz ist, also Sinn, gleich größere Mengen in Kanistern im Keller anzusetzen, z.B. 10l:

  • CaCl*2H2O: 735 g
  • NaHCO3: 840 g
  • NaCl-freies Salz: 250 g

Muss man bei der Zudosierung von Lösung A oder Lösung B auch Lösung C zudosieren? Und wenn, wieviele ml?

grundsätzlich nein, ausser man will auch gleichzeitig (stöchiometrisch) Mg mit anheben und den Spuriverbrauch ausgleichen

Nach Gleichungen 1,2 und 3 ergibt sich dann:

Zugabe von 59 ml KH-Lösung (=1000/59=4,96g NaHCO3 -> 0,059 mol NaHCO3 = 0,059 mol NaCl *58,5 g/mol = 3,45 g NaCl = 70% des Dichteanstiegs -> 3,45*30/70=1,4785g durch Lösung C -> 1,4785*1000/25=59 ml.

-> q.e.d.

d.h. man müsste immer die gleiche Menge an Lösung C zusetzen, die man von Lösung A oder B zugegeben hat!

(wenn man nach obiger Dosieranleitung die Ballingsalze angesetzt hat)

Wie begegne ich dem Dichteanstieg bei der Ballingmethode?Den Dichteanstieg durch die NaCl-Zudosierung der Ballingmethode (NaCl entsteht neben CaHCO3 und CO2) muss man ausgleichen: Wenn man 1l der original Balling-Lösungen zudosiert mit 73,5 g Calciumchlorid-Dihydrat je Liter, 84 g Natriumhydrogencarbonat je Liter und 25 g NaCl-freiem Meersalz je Liter, dann beim nächsten Wasserwechsel je Liter dosierter Lösungen 41,5 g Meersalz weglassen oder 1,1 l Meerwasser aus dem Aquarium entnehmen und durch Umkehrosmose-Wasser ersetzen. Soweit die berechnete Theorie. Aufgrund von weiteren Salzausträgen wie z.B. durch Abschäumung kann die zu reduzierende Menge an Meersalz aber abweichen. Daher einfach regelmäßige Dichtemessungen durchführen und beim Wasserwechsel mit berücksichtigen. Hierzu z.B. einfach das Tool bzw. die App „Aqua Calculator“ benutzen. Generell wird man durch die Ballingsalze weniger Meersalz in den Wasserwechseln benutzen müssen.

So, ich hoffe, der Ausflug in die Balling-Chemie war nicht zu anstrengend. Damit schließe ich dieses „Profi-Tutorial“ mal und hoffe, dass die Aufrechterhaltung einer idealen Meerwasserchemie nun keine Schwierigkeit mehr für euch sein wird. Damit ist ein wesentlicher Baustein für die erfolgreiche Steinkorallenhaltung geschaffen! Next: „Easy-to-go SPS Aquarium“ – Besatzvorschläge für Einsteiger in die Pflege von kleinpolypigen Steinkorallen“.

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9 Gedanken zu “Die Balling-Methode verstanden – so funktioniert die wichtige Kalkversorgung im Riffaquarium

  1. Stefan

    Endlich werden alle Ballingmöglichkeiten die in den letzten 20 Jahren enstanden sind erläutert und klar erklärt.
    Ich bin sehr dankbar dafür und es hat klick gemacht.
    Grüsse stefan

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  2. Dirk

    Hi,

    Eigentlich hätte eine frage. Ich mache nun schon seit okt. 2015 Balling plus, ohne wasser wechsel. Dosiere die TM ABC und aquafair spurenelemente.
    Eigentlich sollten die salze A, B und C gleich dosiert werden, oder? Jedoch klapt dieses bei mein bekcken nicht so recht.
    Ich dosiere sb: B-170ml, A-120ml und C-95ml. Diese werte liegen ja weit aus einander.

    Mein becken ist ein Eheim scubacube 270ltr würfel met 80% SPS Korallen und 20% LPS korallen.

    Was mache ich nun am besten? So weiter oder das gleiche mit wasserwechsel?

    Gruss, Dirk

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    1. Hallo Dirk,

      das klingt sehr komisch. Mit „Tropic Marin ABC“ meinst du das „Tropic Marin BIO-CALCIUM ORIGINAL BALLING Set ABC (300026528)“? Das wäre dann sozusagen klassische Ballingmethode in Reinform. Die Aquafair Spurenelemente kenne ich nicht – nehme aber an, dass du sie entsprechend Dosieranleitung des Herstellers einfach zu den entsprechenden Ballinglösungen dazugibst.

      „Komisch“ klingt das für mich deshalb, weil die Unterschiede des Verbrauchs der Lösungen A, B und C doch sehr groß sind. Dass sich damit seit 2015 ein Becken mit 80% SPS Besatz halten lässt ist doch ungewöhnlich und für mich so ohne weitere Infos auch nicht erklärbar.

      Wie sind denn deine Wasserwerte bzgl. Calcium, KH und Mg im zeitlichen Verlauf? Wirklich stabil oder stark schwankend? Du machst wirklich keine Wasserwechsel? Wenn ja, mit welchem Salz?

      Einen leichten Unterschied des Verbrauchs von der Ca- bzw. KH-Lösung kann es schon geben, allerdings dürfte der nicht bei 50% des Volumens liegen. Das kann ich auf die Schnelle nur erklären, wenn Wasserwechsel mit einem Salz durchgeführt werden, dessen Alk-, Ca- und Mg-Konzentrationen bei der gewünschten Beckensalinität sich deutlich von den von dir angestrebten Werten der drei Ionensorten unterscheiden. Dann bringst du nämlich mit dem Wasserwechsel deinen Ca/KH-Haushalt jedes mal durcheinander und rennst mit den Ballinglösungen hinterher. Ohne Wasserwechsel müsste es andere Störfaktoren geben (die ich aus der Ferne nicht beurteilen kann).

      VG
      Björn

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      1. Dirk

        Hallo Björn.

        Genau, das „Tropic Marin BIO-CALCIUM ORIGINAL BALLING Set ABC“ meine ich. Ich habe bis vor gut 2 monaten auch die TM spuren A und K benutzt. Hatte dan über die Aquafair spuren gelesen und wollte diese mahl aus probieren. Sind nicht schlecht, allerdings werde ich so wie meine kannister lehr sind wieder zurück die A/K weiter benutzen.
        Der unterschied war im letzten Triton test deutlich zu sehen……….

        Hier mahl ein video vom becken: https://www.youtube.com/watch?v=7cFGoFXbZAg&t=33s

        Die werte bleiben zimmlich stabil. Erhöhen zich aber langzam. Dosiere nun 130ml KH, 170ml Ca und 95ml Mg. Ist aber normal, weil korallen wachsen ja auch, ……oder?

        Wasserwechsel mach ich nicht. Oder ich muss gerade korallen verkauft haben und einige ltr wasser aus dem becken geholt haben, oder das technikbecken sauber gemacht haben.
        Ich benutze dan das salz von TM.

        Ich habe vor ich mit TM angefangen habe, auch ein halbes jahr Triton elementz benützt. Habe auch damit aufgehört weil die dosierung nicht klapte. Wenn ich die Ca und Mg dosierung nach Kh dosierung gleich machte, waren die Ca/Mg werte nach 2 tage über 500/1500.

        Gruss, Dirk

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      2. Stefan

        Hallo Dirk,
        bei mir ist das ganz genauso mit dem unterschiedlichen Verbrauch. Ich habe auch einige SPS LPS usw. Wenn ich Natriumhydrogenkarbonat und Calziumchloriddihydrat gleich dosieren würde, wie ich es am Anfang gemacht habe wären mene Caziumwerte ebenfalls über 500.
        Von daher denke ich das alles so läuft wie es sein soll. Vor allem wenn man dein Becken sieht, scheint alles supi zu sein.
        Wie hast du die Korallen glaube Montiporapplatte oder so an der Scheibe befestigt? Gefällt mir so punktuell.
        Sehr schönes Becken. Wieviel liter hat es?
        Grüsse und weiterhin viel Erfolg.
        Grüsse
        Stefan

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      3. Dirk

        Hallo Stefan.

        Das becken ist ein Eheim Scubacube. 270ltr.
        Die montipora (leider nicht sicher ob es eine platte oder kriechende ist) habe Ich mit D&D Aqua scape und evt ein paar tropfen secundenkleber an der scheibe geklebt. Sitzt bomben fest;-))

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  3. Hi Dirk,

    wirklich ein sehr schönes Becken. Ein zu hoher Calcium- und Magnesiumgehalt wirkt sich nicht besonders negativ auf das Wachstum und die Vitalität von SPS und LPS aus, Zielwerte sind dennoch so ca. 420 mg/l für Ca und 1350-1400 mg/l für Mg.
    Warum der Verbrauch von KH und Ca bei dir so unterschiedlich ist, kann m.E. am ehesten liegen an:
    – falschen Testergebnissen (CAVE: Qualität von Tröpfchentests)
    – falschen Dosierungen von Ballingsalzen
    – Ausfällungen, die nicht CaCO3 sind (z.B. Phosphate oder anderen Ca-Salze)

    Diese drei Punkte würde ich nochmal kontrollieren. Unterm Strich gilt aber mal wieder wie immer: wenn ein Becken gut dasteht sollte man nix gravierend ändern, sondern nur hinterfragen und allenfalls kleine Änderungen vornehmen. Ich würde an deiner Stelle als erstes die Messwerte hinterfragen und nochmal engmaschig mit Referenzlösungen oder Labortests wie Triton gegenmessen.

    VG
    Björn

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    1. Dirk

      Hi Björn.

      Die tröpchen tests sind weit ok. Teste mit salifert und alle 3 monate ein Triton test. Die 3 werte sind zimmlich gleich.
      Die salzmischung werden nach „recept“ gemischt, müssten also auch stimmen.
      Bleibt nun nur noch die frage ob ik nun doch wasserwechsel machen soll Oder nicht.

      Gruss, Dirk

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  4. Wasserwechsel wird in deinem System mit Tropic Marin BIO-CALCIUM ORIGINAL BALLING Set ABC auch von Hans-Werner Balling empfohlen. Wir wissen halt leider nicht, wie vollwertig die Komponente C hierbei ist, d.h. werden wirklich alle wichtigen Spurenelemente vollwertig substituiert. Ich persönlich mache mit den ATI-Essentials die ich gerade zur Vollversorgung nutze auch keine Wasserwechsel mehr. Zur Verminderung der Nährstoffwerte bringen kleine Wasserwechsel bis 20% auch rein rechnerisch nichts. Der Mehrwert ist aber, wenn man „nur“ mit Ballinglösungen substituiert, die Ergänzung des Aquariumwassers mit vollwertigem Meersalz, also allen Massen- und Spurenelementen.

    VG
    Björn

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